Es ist wohl die gefährlichste Tätigkeit unserer Feuerwehrleute: Menschen aus brennenden und verrauchten Gebäuden retten und dabei im sogenannten Innenangriff eine Brandbekämpfung durchführen.
Damit die Männer und Frauen der Feuerwehr auf solche Szenarien bestmöglich vorbereitet sind, gibt es eine eigene Ausbildung für diese anspruchsvolle Tätigkeit.
Grundlage ist der Lehrgang für Atemschutzgeräteträger, der im Landkreis Kelheim drei bis viermal jährlich für Einsteiger angeboten wird. Dabei erfolgt die praktische Ausbildung in verschiedenen Feuerwehrhäusern sowie im Atemschutzzentrum des Landkreises Kelheim in Neustadt an der Donau – allerdings ohne echtes Feuer.
Eine ergänzende Realbrandausbildung ermöglicht der Ausbildungscontainer des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Dieser kann von den einzelnen Landkreisen wochenweise gebucht werden und soll insbesondere jungen Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträgern die Möglichkeit geben, unter einsatzrealistischen Bedingungen, vor allem den hohen Temperaturen in Brandräumen, zu üben.
Der Brandübungscontainer befand sich in der Zeit von 28.09. bis einschließlich 02.10.2026 auf dem Gelände der Kläranlage in Saal an der Donau. In acht Trainingsdurchgängen wurden dabei insgesamt 64 Atemschutzgeräteträgerinnen und Atemschutzgeräteträger geschult.
„Eine sehr gute Möglichkeit für unsere Feuerwehrleute, sich auf diese gefährlichen Szenarien vorzubereiten. Das Wichtigste ist schließlich, dass alle wieder gesund nach Hause kommen.“
Landrat Christian Nerb bei seinem Besuch der Übungsanlage am vergangenen Mittwoch.
„Die Ausbildung im Brandübungscontainer lässt den Brandverlauf erkennen und hilft Gefahrensituationen besser einzuschätzen. Zudem sollen durch die richtige Löschtechnik gefährliche Rauchgasdurchzündungen verhindert werden.“
Kreisbrandmeister Michael Gruber
Beheizt wird der Ausbildungscontainer mit Holz, da sich damit die für einen Zimmerbrand typischen Rauch- und Temperaturentwicklungen realitätsnah darstellen lassen. Im mittleren beträgt die Temperatur zwischen 300 und 400°C bei Spitzen bis zu 800 °C.
„Eine sehr gute Möglichkeit unsere Feuerwehren realitätsnah auszubilden. Ich freue mich sehr, dass wir auf dem Gelände der Kläranlage in Saal an der Donau einen geeigneten Standort für den Brandcontainer zur Verfügung stellen können.“
Matthias Rieger, 1. Bürgermeister der Gemeinde Saal
Die Feuerwehren des Landkreises Kelheim trainierten vom 28. September bis 02. Oktober in einem Brandübungscontainer. Folgende Personen überzeugten sich von der Leistungsfähigkeit unserer Feuerwehren (v.l.n.r.) Geschäftsleiter AZV Kelheim Stefan Kiehl, Landrat Christian Nerb, 1. Bürgermeister Saal/Do. Matthias Rieger, Abteilungsleiterin Abteilung 3 Landratsamt Kelheim Lea Schwarz, Kreisbrandrat Nikolaus Höfler und Technischer Leiter AZV Kelheim Thomas Ederer
Quellenangabe: Manuel Weiß, Landratsamt Kelheim

