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Drei Lösungen für ein smartes Bamberg

Drei Lösungen für ein smartes Bamberg

Fotonachweise: Sonja Seufferth, Stadt Bamberg

Ab April 2026 stehen die Bamberg-App, eine Engagementplattform und das „BamBörsla“ bereit.

Jetzt wird „Smart City“ für alle Menschen in Bamberg greifbar. Mit der Bamberg-App sowie einer Engagement- und einer Ressourcen-Plattform startet das Digitalisierungsprogramm der Stadt Bamberg im April richtig durch. Die digitalen Anwendungen für Smartphone und Internetbrowser wurden seit April 2023 entwickelt. Sie entstanden im Rahmen des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. „Ob Privatperson, Kulturszene, Verein oder neu gegründete Initiative: Viele werden von den innovativen Anwendungen profitieren“, erklärt Digitalisierungsreferent Dr. Stefan Goller.

Den offiziellen Startschuss gab es am Donnerstag, 26. März 2026, im Stadt:Raum, als Dr. Goller, Smart-City-Programmleiter Sascha Götz und Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner die drei Anwendungen symbolisch in Betrieb nahmen. „Dank Smart City sind hier ganz hervorragende digitale Lösungen entstanden. Ich kann nur jedem Menschen in Bamberg empfehlen, diese selbst einmal auszuprobieren“, erklärte Metzner bei diesem Termin.

Die Bamberg-App – Unsere Stadt auf einen Blick

Eine zentrale Anwendung, die digitale Services der Stadtverwaltung und nützliche Informationen zum Leben in Bamberg bündelt. Die Bamberg-App lässt sich personalisieren, sodass sie nur das anzeigt, was den Nutzerinnen und Nutzern wichtig ist, beispielsweise Neuigkeiten aus dem Rathaus, Entsorgungstermine für die eigene Adresse oder Veranstaltungen. „Von vielen wurde eine solche Stadt-App gefordert, nun gibt es sie endlich“, freut sich Sascha Götz. „Die Bamberg-App hat viel zu bieten! Ein besonderes Highlight ist die Funktion ‚Dein Bamberg‘: Eine Karte, in die die Menschen Geheimtipps eintragen können. Ob Wickelplatz oder barrierefreie Toilette, Hofflohmarkt oder Straßenkonzert, eine Bank im Grünen oder Schlittenwiese!“

Bamberg-Miteinander.de – Deine Plattform zum Mitwirken

Engagement in Bamberg zu stärken, darum geht es bei Bamberg-Miteinander.de. Die Plattform ermöglicht Vereinen und Initiativen, sich zu präsentieren und von denen gefunden zu werden, die sich gerne engagieren würden. Ein Mitwirk-O-Mat hilft Unentschlossenen dabei, die passende Gruppe für sich zu finden. Auch können neue Gruppen gegründet werden, um sich gemeinsam für etwas einzusetzen. Zudem bietet Bamberg-Miteinander.de nützliche Werkzeuge zur Zusammenarbeit, unter anderem Chats und Videokonferenzen, das Teilen und gemeinsame Bearbeiten von Dokumenten oder auch eine Funktion für Projektmanagement. „Statt schwerer Ordnersammlungen, unübersichtlicher E-Mail-Absprachen oder unsicherer Messengerdienste bietet Bamberg-Miteinander.de eine zentrale, sichere Arbeitsumgebung“, erklärt Michael Memmel, Projektleiter und Leiter des Amts für Bürgerbeteiligung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Dort können die Aktivitäten der Gruppe bestmöglich koordiniert werden!“

BamBörsla – Miteinander teilen in Bamberg

Bei der Raum- und Materialplattform BamBörsla geht es nicht um Kauf und Verkauf, sondern um temporäres Teilen, Gemeinschaft und ein lebendiges Bamberg. Die leerstehende Ladenfläche, die zwischenzeitlich als Pop-Up Galerie oder Kursraum umgenutzt wird. Das Vereinsheim, das für Privatfeiern oder Veranstaltungen gebucht wird. Die Audioanlage, die für das Benefizkonzert ausgeliehen wird. Oder die spezielle Säge, die der Hobby-Handwerker für ein Projekt borgt. „Die Beispiele, wer wie vom BamBörsla profitieren kann, sind grenzenlos“, meint Annika Hoffmann, Projektleiterin im Amt für Inklusion, „Vieles, das nur punktuell gebraucht wird, gibt es schon und verstaubt ungenutzt im Keller. Auch Räume stehen leer, obwohl gerade die Ehrenamts- und Kulturszene sie dringend benötigen würden. Hier bringt das BamBörsla Bedarf und Vorhandenes, also Angebot und Nachfrage zusammen!“

Erfolge zunehmend sichtbar

Die Anwendungen wurden nicht als fertige Lösungen kommerzieller Anbieter eingekauft, sondern in Open Source entwickelt. Das bedeutet, dass der Code veröffentlicht wird, sodass andere ihn nutzen oder auch weiterentwickeln können. Durch den Einsatz dieser Anwendungen werden Kommunen wie Bamberg unabhängiger von teuren Lizenzprodukten und können die Sicherheit ihrer Daten selbst im Blick behalten. „Ich habe das Programm Smart City mit auf den Weg gebracht und stets unterstützt, weil ich dessen Wert erkannt habe“, betont Oberbürgermeister Andreas Starke, „für andere Kommunen, die diese Lösungen bei sich einsetzen können, aber allen voran für die Bamberger Stadtgesellschaft. Es ist toll, dass die Früchte dieser Arbeit zunehmend für alle sichtbar und spürbar werden!“

Dabei sind die im April veröffentlichten Plattformen Bamberg-App, Bamberg-Miteinander.de und das BamBörsla nicht die einzigen Erfolge, die das Programm Smart City Bamberg verzeichnen darf: Schon im Juni 2025 wurde das Ferienportal des Jugendamts von Grund auf neu gebaut und optimiert. Auch die BamBoards, interaktive Bildschirmstelen, wurden bereits 2023 in einer ersten Version umgesetzt, dann weiterentwickelt und bieten nun an mittlerweile zehn Standorten schnellen Zugang zu nützlichen Informationen. In den kommenden eineinhalb Jahren werden noch weitere, spannende digitale Lösungen folgen. Mehr Informationen sind zu finden unter www.smartcity.bamberg.de

Infoveranstaltung

Am 1. April 2026 findet zwischen 13 und 18 Uhr eine Informationsveranstaltung zu den drei Anwendungen auf dem Maxplatz statt. An drei Ständen stehen Mitarbeitende vom Programm Smart City bereit, um Fragen zu den Anwendungen beantworten oder diese direkt am Laptop oder Handy vorzustellen.

Fotonachweise: Sonja Seufferth, Stadt Bamberg

Bildunterschrift: Die drei Projektmanagerinnen und Projektmanager (v.l.) Jonas Behr, Sandra Hennemann und Steve Henschel präsentieren die Anwendungen BamBörsla, Bamberg-App und Bamberg-Miteinander.de

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