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Heizungstausch im Eigenheim

Heizungstausch im Eigenheim

Foto: Achatz Alexander (Selbstauslöser) / Landratsamt Regen

Fachleute informierten über Technik, Förderung und Finanzierung

Regen. Welche Heizung eignet sich für ein bestehendes Wohngebäude? Welche Fördermöglichkeiten gibt es und wie lässt sich ein Heizungstausch finanzieren? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Vortragsabends, zu dem der Fachbereich Klimaschutz des Landkreises Regen im Rahmen des Klimaherbstes Niederbayern ins Arberland Tagungshaus eingeladen hatte.

Energieberater Wolfgang Kuchler stellte verschiedene Möglichkeiten für den Heizungstausch in Bestandsgebäuden vor. Dabei ging er insbesondere auf Biomasseheizungen, etwa mit Pellets, Hackgut oder Stückholz, sowie Wärmepumpen.

Dabei wurde deutlich, dass Wärmepumpen grundsätzlich auch für Bestandsgebäude geeignet sein können. Entscheidend sei jedoch eine sorgfältige Betrachtung des jeweiligen Gebäudes. Insbesondere die Heizlastberechnung müsse berücksichtigt werden. Zudem sollte möglichst eine Vorlauftemperatur von maximal 55 Grad Celsius erreicht werden. Dies sei häufig bereits durch den Austausch einzelner Heizkörper oder durch kleinere Effizienzmaßnahmen möglich.

Anschließend erläuterte Kuchler die aktuellen Fördermöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Neben der Grundförderung von 30 Prozent können unter bestimmten Voraussetzungen ein Klimageschwindigkeitsbonus und ein einkommensabhängiger Bonus hinzukommen. Dadurch seien in vielen Fällen Förderquoten zwischen 50 und 70 Prozent möglich. Anhand konkreter Beispiele aus dem Publikum zeigte der Energieberater anschaulich, wie sich die individuelle Förderhöhe und Förderquote berechnen lassen.

Im zweiten Teil des Abends informierte Stephan Gerl von der Sparkasse Regen-Viechtach über die Förderkredite der KfW. Diese können beim Heizungstausch über die Bank beantragt werden. Gerl erläuterte, dass die Kreditzinsen unterhalb des aktuellen allgemeinen Bankzinsniveaus liegen können und damit eine attraktive Finanzierung ermöglichen. Auch das Antragsverfahren wurde ausführlich erklärt: Zunächst muss der Zuschuss für den Heizungstausch durch die KfW bewilligt werden, anschließend kann der Förderkredit beantragt werden.

Zahlreiche Fragen aus dem Publikum wurden von den beiden Referenten kompetent und detailliert beantwortet. Dabei wurde deutlich, dass die Wahl des passenden Heizsystems immer vom jeweiligen Einzelfall abhängt. Ob Wärmepumpe, Biomasseheizung oder eine andere Lösung – Gebäudezustand, Heizlast, vorhandene Heizflächen und energetischer Standard müssen individuell betrachtet werden. Der zentrale Appell des Abends lautete deshalb, sich vor einer Entscheidung umfassend beraten zu lassen. So lässt sich prüfen, welche Heizlösung für das eigene Gebäude geeignet ist und auf welcher Grundlage eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann.

Hierfür steht das Beratungsangebot des Landkreises in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern zur Verfügung: Bürgerinnen und Bürger erhalten kostenlose Auskunft zu Themen wie Sanierung, Heizungstausch, Photovoltaik und Energiesparen. Die Beratung findet abwechselnd in Regen, Viechtach und Zwiesel immer freitagnachmittags von 14 bis 18 Uhr statt. Terminvereinbarung unter der Rufnummer 0800-809802400 oder unter 09921-601211. Weitere Informationen zur Energieberatung sind zu finden unter www.landkreis-regen.de/energieberatung.

Klimaschutzmanager Alexander Achatz bedankte sich bei den Referenten für ihre kompetenten Ausführungen und kündigte zugleich die nächste thematisch passende Veranstaltung des Landkreises an: Am Samstag, 21. November findet in Regen ein Wärmepumpenspaziergang statt. Dabei können zwei bereits realisierte Wärmepumpen in privaten Bestandsgebäuden besichtigt werden. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Landwirtschaftsmuseum Regen.

BU: Unser Bild zeigt: Die Referenten Wolfgang Kuchler (links) und Stephan Gerl (rechts) mit Klimaschutzmanager Alexander Achatz vom Landkreis Regen beim Vortragsabend zum Heizungstausch.

Foto: Achatz Alexander (Selbstauslöser) / Landratsamt Regen

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