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Jahresbilanz der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut 2025

Jahresbilanz 2025 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut kann auf ein einsatz- und ausbildungsreiches Jahr 2025 zurückblicken. Zwar liegen die Einsatzzahlen auf dem annähernd gleichen Niveau wie im Vorjahr – von Großschadenslagen, schweren Unwetterereignissen oder auch größeren Wachdiensten und Evakuierungsmaßnamen blieben die Landshuter Feuerwehr und damit auch alle anderen Landshuter Hilfsorganisationen im Jahr 2025 aber verschont. Trotzdem waren durch die aktuell 42 aktiven Feuerwehrfrauen und 394 Feuerwehrmänner im letzten Jahr in Summe 1.376 Einsätze abzuleisten. Ein leider mittlerweile gewohnt hoher Wert, der den stetig steigenden Trend an Einsätzen über alle Einsatzarten hinweg auch ohne einsatzreiche Großschadenslagen weiter bestätigt. Einzig die Wachdienste blieben durch die fehlenden Großveranstaltungen auf einem relativ niedrigen Niveau. Stark zurückgegangen ist glücklicherweise auch die Zahl der im aktiven Dienst verletzten Kameraden. 2025 wurden im aktiven Dienst nur zwei Kameraden leicht verletzt. Beide konnten nach kurzer ärztlicher Behandlung im wieder nach Hause gehen. Einiges getan hat sich 2025 auch im Fuhrpark der Landshuter Wehr. Mit einem neuen Rüstwagen und dem neuen Löschgruppenfahrzeug für den Löschzug Hofberg wurden zwei alters- und schadensbedingt bereits über dem Zenit laufende Fahrzeuge durch Neue ersetzt. Weiters wurden noch ein neues HLF beim Löschzug Schönbrunn, ein neuer ABC Erkunderkraftwagen (zur Verfügung gestellt von der Bundesrepublik Deutschland) und ein neues großes Tanklöschfahrzeug beim Löschzug Münchnerau in Dienst gestellt.

„Politik und Verwaltung ist es ein wichtiges Anliegen, die Löschzüge mit modernem technischem Equipment und Fahrzeugen auszustatten“, so Oberbürgermeister Putz, „bei den vielfältigen Herausforderungen der Freiwilligen Feuerwehr ist eine gute und sichere Ausrüstung unerlässlich.“

Mitgliederstand zum 31.12.2025
Die Zahl der Mitglieder im aktiven Feuerwehrdienst liegt zum 31. Dezember 2025 mit 436 (394 männlich, 42 weiblich) über dem Vorjahresstand (417 380 m / 37 w). Die aktuelle Mitgliederzahl der Jugendfeuerwehr, die sich weiter großer Beliebtheit erfreut (Mitgliedsalter ab 14 Jahren), liegt bei 48 (36 m / 12 w – Vorjahresstand ges. 44). Der stetige Aufwärtstrend in der Zahl der aktiven Feuerwehrfrauen und -männer konnte bei der aktiven Wehr sowie auch bei der Jugendfeuerwehr damit weiter ausgebaut werden. Einen wichtigen Baustein dazu hat auch die Ende 2024 ins Leben gerufene Imagekampagne „Bist Du bereit zu retten“ geleistet, die Ende 2025 beim Ostbayerischen Feuerwehrpreis unter 93 Einsendern auf Platz drei gewählt wurde. Die hohe Zahl an aktiven Feuerwehrfrauen und -männern bildet damit weiterhin das starke Rückgrat der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut. Die an Werktagen zwischen 07:00 Uhr und 17:00

Uhr besetzte Alarmstaffel (6 Personen) in der Hauptfeuerwache konnte das Ehrenamt in 2025 zuverlässig unterstützen.

Der Gesamtmitgliederstand der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut e. V. liegt mit allen aktiven, passiven, fördernden und Ehrenmitgliedern (168) sowie mit den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und dem Spielmannszug (40) bei 692 Mitgliedern.

Alarmierungsverteilung der Landshuter Feuerwehr im Jahr 2025
 
 Brandeinsätze inkl. BMATechnische
Hilfeleistungen
sonstige
Tätigkeiten
Summe davon Fehlalarme
Löschzug Stadt + Alarmstaffel2233502575 183
Löschzug Achdorf526813133 25
Löschzug Rennweg94994197 75
Löschzug Hofberg2742473 11
Löschzug Münchnerau2334259 18
Löschzug Siedlung849816198 42
Löschzug Schönbrunn3140172 21
Löschzug Frauenberg1414432 3
Erkundungseinsätze   1312  
Alarme Fachgruppen2424 
Gesamtalarmierungen
der Feuerwehr Landshut
548745831.376 378

Einsatz-, Übungs- und Wachzahlen

Die Einsatzzahlen sind im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr nur minimal gestiegen. Mit 1.376 Einsätzen liegt die Zahl damit um gut zwei Prozent über dem Wert von 2024 (1.345).  Im Einzelnen mussten die Landshuter Löschzüge und Fachgruppen im abgelaufenen Jahr 548 Brandeinsätze (Vorjahr: 431; plus 26,7 Prozent), 745 Technische Hilfeleistungen (Vorjahr:820; minus 9,1 Prozent) und 83 sonstige Tätigkeiten (Vorjahr: 94; minus 11,7 Prozent) abarbeiten. In den sonstigen Tätigkeiten sind 13 Erkundungseinsätze der Feuerwehrführung sowie insgesamt 24 Alarme für die Fachgruppe IUK (= Information und Kommunikation) und den Katastrophenschutzzug enthalten.

In den vorgenannten Einsatzzahlen sind insgesamt 378 Fehlalarme (Vorjahr 298; plus 26,8 Prozent) inbegriffen. Die Fehlalarme resultieren zum allergrößten Teil aus automatisch ausgelösten Brandmeldeanlagen. Ebenso mit erfasst sind fälschlicherweise ausgelöste Rauchwarnmelder sowie einige Irrtümer respektive Falschwahrnehmungen der Meldenden. Bei den Fehlalarmen kam es im vergangenen Jahr leider wieder zu einer deutlich gestiegenen Zahl an vermeidbaren Auslösungen, vor allem durch Bauarbeiten, unsachgemäßes Verhalten im Nahbereich von Meldern, mutwilliges Einschlagen von Meldern. Dazu weist die Feuerwehr nochmals auf die Sorgfaltspflicht aller Personen (Betreiber, Mitarbeiter, Handwerker, Besucher) im Wirkkreis von Brandmeldeanlagen hin: bei vermeidbaren Auslöseursachen (Handwerksarbeiten, fehlende Informationsweitergabe, unsachgemäßer Umgang, mutwilliges Fehlverhalten, usw.) werden die Einsätze durch die Feuerwehr in Rechnung gestellt, was pro Einsatz einer Summe im hohen dreistelligen Bereich entspricht.  

Alles in allem leisteten die Landshuter Feuerwehrfrauen und -männer im vergangenen Jahr ehrenamtlich 15.639 Einsatzstunden (Vorjahr 17.100 – minus 8,5 Prozent). Dies entspricht rund 36 Einsatzstunden pro aktivem Feuerwehrmitglied. Leider mussten im Rahmen der Einsätze auch 2025 wieder mehrere Tote (insgesamt 17) und zahlreiche verletzte Personen sowie teils hohe Sachschäden an Gebäuden und Fahrzeugen beklagt werden.

Die Zahl der Sicherheitswachen ist im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant geblieben. Die Summe der geleisteten Wachstunden lag im Jahr 2025 bei 1.603 (Vorjahr: 1.877). Dies entspricht im Durchschnitt 3,8 Wachstunden pro aktivem Feuerwehrmitglied.

Die Zahl an Übungen, Ausbildungen und abgehaltenen Lehrgängen ist im Jahr 2025 gegenüber 2024 um gut 2.000 Stunden gestiegen. Diese Steigerung ist vor allem in der Ankunft mehrerer neuer Einsatzfahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände begründet, die einen intensiven Schulungs- und Einweisungsaufwand für die Mannschaft mit sich brachten. So wurde in Landshut unter anderem beim Löschzug Schönbrunn ein weiterer Satz zur schweren technischen Hilfeleistung (Schere, Spreizer, Rettungszylinder) stationiert. 2024 sind bei der Landshuter Feuerwehr in 372 Ausbildungseinheiten damit insgesamt 16.921 Übungs- und Ausbildungsstunden absolviert worden (Vorjahr: 357 mit 14.859 Stunden). An Lehrgängen wurden bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut 2025 ein Lehrgang für Atemschutzgeräteträger, ein Lehrgang für Träger von Chemikalienschutzanzügen, ein Lehrgang für Maschinisten von Lösch- und Gerätewägen, zwei Einweisungen in das Absturzsicherungsset (ERHT) sowie zwei Modulare Truppausbildungen (= Feuerwehrgrundausbildung) und darauf aufbauend auch eine Truppführerausbildung durchgeführt. Weiter war der Gefahrgutzug der Landshuter Feuerwehr einen Tag lang zu einem Fortbildungstag im Werk Gendorf der Infraserv GmbH. Die Lehrgänge konnten durchwegs durch eigene Ausbilder der Landshuter Feuerwehr organisiert und abgehalten werden. Dementsprechend waren hier nahezu keine Kosten für auswärtige Ausbilder bzw. Lehrgänge an den staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern zu entrichten.

Die Gesamtarbeitsstunden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut liegen damit im Jahr 2025 zusammen bei 34.136 Stunden (Vorjahr 33.836). Damit hat eine Feuerwehrfrau bzw. ein Feuerwehrmann im letzten Jahr im Schnitt gut 78,30 Stunden (Vorjahr: 81,2) ehrenamtlichen Dienst für die Allgemeinheit und damit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Landshut und Umgebung geleistet.

„Ich ziehe meinen Hut vor der Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit der Feuerwehrfrauen und -männer und möchte mich als scheidender Oberbürgermeister ausdrücklich bei den Kameradinnen und Kameraden für ihren aktiven Dienst und die Bereitschaft zur Aus- und Fortbildung zum Wohl unserer Stadt bedanken. Mein Dank gebührt auch den Zugführern und dem Führungspersonal insgesamt für die stets hervorragende, konstruktive und effektive Zusammenarbeit auch in kritischen Situationen.“, so Oberbürgermeister Putz

Weitere Highlights aus dem Jahr Feuerwehrjahr 2025

Kurz vor Ostern fanden dann die turnusmäßigen Neuwahlen der Vorstandschaft (ausgenommen die Position des Stadtbrandrats) der Landshuter Feuerwehr statt. Hier wurden die zu wählenden Kandidaten klar in ihren Ämtern bestätigt. Kurz danach stand mit der offiziellen Einweihung der neuen Feuerwache am Hofberg ein erfreulicher und lange herbeigesehnter Moment an. Nach vielen Jahren der Vorplanung und des Baus konnte der Löschzug Hofberg im April endlich sein neues Domizil beziehen. Überregional wurde der Landshuter Feuerwehr und als Hauptfiguren den beiden Nachwuchskräften Hanna Röhrig und Daniel Jost im Frühsommer eine besondere Ehre zu Teil. Im Rahmen einer Reportage über das Ehrenamt und die Verantwortung junger Feuerwehrleute, war ein Team des WDR-Youtube-Formats „Die andere Frage“ zu Gast bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut. Im Rahmen von zwei Ausbildungseinheiten, einer Einsatzübung und sogar eines realen Einsatzes schaute das Team der Landshuter Wehr, und dabei insbesondere den beiden Protagonisten, über die Schulter. Ende Mai wurde dann in Frauenberg gefeiert. Der Löschzug 9 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut feierte im Rahmen eines Festwochenendes sein 150-jähriges Bestehen. Trotz eher widriger Witterungsbedingungen tat dies dem Fest und den zahlreichen Gästen und Gastvereinen keinen Abbruch. Im Sommer hatte die Jugendfeuerwehr wieder ihre große 24-Stunden-Übung angesetzt, die mit einem bunten Mix aus kleinen und großen Einsatzübungen, gemeinsamen Aktivitäten und Spielen ein tolles Programm für die rund 30 jungen Nachwuchsfeuerwehrlerinnen und -feuerwehrler parat hielt. Im Herbst fanden beim Löschzug Münchnerau die turnusmäßigen Neuwahlen der Zugführung und der Vorstandschaft statt, in deren Rahmen die beiden Zugführer Christian Bauer und Markus Heinrich in ihren Ämtern bestätigt wurden. Ebenfalls im Herbst durfte sich Stadtbrandinspektor Martin Dax über das Feuerwehr-Steckkreuz aus den Händen von Innenminister Joachim Herrmann freuen. Der langjährige stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Landshut erhielt die höchste staatliche Auszeichnung für das Feuerlöschwesen für seine großen Verdienste innerhalb der Landshuter Feuerwehr.

Aus dem Vereinsleben 2025:

Mehrere Löschzüge nahmen an den Feierlichkeiten zum 1. Mai teil bzw. richteten sogar eigene Maibaumfeste aus und betrieben damit bayerische Brauchtumspflege. Ein besonderer Coup gelang dabei einigen Kameradinnen und Kameraden des Löschzugs Achdorf, die den „Dultmaibaum“ aus Sofies Alm stehlen konnten. Nach kniffligen Verhandlungen über die Auslöse, wurde der Baum dann pünktlich zum Aufstellzeitpunkt wieder an seinen Bestimmungsort zurückgebracht. Bei Landshut läuft beteiligten sich rund 50 Einsatzkräfte der Landshuter Wehr, manche sogar in kompletter Einsatzkleidung. In nahezu allen Löschzügen fanden auch 2025 wieder die traditionellen Stadtteilfeste bzw. Tage der offenen Türe statt, die mittlerweile überall einen festen Ankerpunkt für die Bevölkerung bilden und für wertvolle Einblicke hinter die Kulissen der Feuerwehr sorgen. Gleich mehrere verdiente ehemalige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Landshut konnten im Jahr 2025 runde Geburtstage feiern. Erich Gaspar (Löschzug Schönbrunn) konnte mit seinem Heimatzug kurz vor Weihnachten seinen 85. Geburtstag feiern, Paul Paringer feierte im September mit der Feuerwehrführung sowie den Hofberger Zugskameraden seinen 80. Geburtstag. Ebenfalls im September konnte Xaver Zehentbauer (Löschzug Schönbrunn) seinen 90. Geburtstag feiern. Im Juli feierte das Hofberger Feuerwehrmitglied Josef Sigl seinen 90. Geburtstag.  

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

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