Schilder am ehemaligen Standortübungsplatz wurden getauscht und aktualisiert
Ostern steht vor der Tür. Mit dem Frühlingsbeginn und den Feiertagen zieht es wieder viele Menschen hinaus in die Natur – auch in das Naturschutzgebiet „Ehemaliger Standortübungsplatz“ vor den Toren Landshuts. Wer dort unterwegs ist, entdeckt schnell eine Neuerung: In den vergangenen Wochen wurden 40 illustrierte Infotafeln aufgestellt und das kostengünstig.
Die neuen Tafeln ersetzen die alten, teils stark verwitterten und kaum noch lesbaren Schilder und sind Teil eines neuen Besucherlenkungskonzepts. Hinweisen sollen sie vor allem darauf: Das ehemalige Übungsgelände ist eines der wertvollsten Naturschutzgebiete im Raum Landshut. Zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden hier einen wichtigen Rückzugsraum. Gleichzeitig ist das Gebiet ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende.
Die Illustrationen greifen diesen Spannungsbereich auf. Sie informieren über die besonderen Lebensräume, stellen typische Arten vor und geben Einblicke in die Geschichte des Gebiets. Auch die Pflege wird thematisiert, denn ohne regelmäßige Maßnahmen wie die Beweidung würden viele der wertvollen offenen Flächen nach und nach zuwachsen.
Besonderes Augenmerk hat die Gebietsbetreuung auf eine anschauliche und leicht verständliche Gestaltung gelegt. Kleine Maskottchen wie Zauneidechse oder Gelbbauchunke vermitteln spannende „Wusstest du schon?“-Fakten, während großformatige Artporträts die Vielfalt oft übersehener Tiere sichtbar machen. Ergänzt werden die Tafeln durch humorvolle Comics, die wichtige Verhaltensregeln im Gebiet verständlich erklären – etwa warum es wichtig ist, auf den Wegen zu bleiben oder Hunde anzuleinen. Aktuell brüten im Naturschutzgebiet viele seltene Vogelarten.
Auch digitale Inhalte spielen eine Rolle. Über die App „natur.digital“ können Besucher per QR-Code direkt an den Tafeln zusätzliche Informationen abrufen, zum Beispiel Vogelstimmen oder weiterführende Inhalte zu einzelnen Arten.
Ein Aspekt, der vor allem im Hinblick auf die schwierige Haushaltslage der Stadt positiv wirkt, ist die kostengünstige Umsetzung: Von der Konzeption über Texte und Gestaltung bis hin zu Fotos und Aufbau wurden alle Arbeiten amtsintern durch Gebietsbetreuer Fabian Hertrich und Grafiker Martin Kirsch durchgeführt. Dadurch wurden nicht nur ein einheitliches und modernes Erscheinungsbild geschaffen, sondern auch Kosten von bis zu 50.000 Euro eingespart.
Die kürzlich aufgestellten Tafeln sind aber nur ein Anfang. Weitere Schilder für andere Teilbereiche des Naturschutzgebiets sind bereits vorbereitet und werden im Laufe des Jahres ergänzt. Auch ein neues Wegekonzept ist in Planung.
Foto: Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)
Bildtext: Gebietsbetreuer Fabian Hertrich (links) und Grafiker Martin Kirsch haben die Infotafeln geplant und umgesetzt. Weitere Schilder sollen im Laufe des Jahres folgen.

