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Tag der offenen Tore in der Katastrophenschutzhalle Niederambach ­– Drei neue Einsatzfahrzeuge feierlich gesegnet

Tag der offenen Tore in der Katastrophenschutzhalle Niederambach ­– Drei neue Einsatzfahrzeuge feierlich gesegnet

Foto: Landratsamt Freising

Zu einem „Tag der offenen Tore“ in der Katastrophenschutzhalle in Niederambach hatten am Freitag, 2. Oktober 2026, die Kreisbrandinspektion und der Kreisfeuerwehrverband Freising eingeladen. Zahlreiche Kommandanten und Führungskräfte der Feuerwehren aus dem Landkreis Freising sowie Vertreter weiterer Hilfsorganisationen, darunter THW, BRK und Johanniter, folgten der Einladung. Auch Vertreter der Polizei, des Landratsamtes Freising, aus Politik und Kommunen sowie Verantwortliche aus dem Brand- und Katastrophenschutz benachbarter Landkreise waren gekommen. Im Mittelpunkt des Abends standen die Vorstellung der Katastrophenschutzhalle und der dort vorgehaltenen Ausstattung sowie die feierliche Segnung dreier neuer Feuerwehreinsatzfahrzeuge des Landkreises Freising.

Foto: Landratsamt Freising

Zunächst hatten die Gäste bei einer großen Fahrzeug- und Geräteschau Gelegenheit, sich einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes im Landkreis zu verschaffen. Rund um die Halle präsentierten sich zahlreiche Fahrzeuge unterschiedlichster Größe und Einsatzbereiche. Das Spektrum reichte von Tragkraftspritzenfahrzeugen über Mittlere Löschfahrzeuge, Löschgruppenfahrzeuge und Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge bis hin zu Wechselladerfahrzeugen. Darüber hinaus wurden verschiedene Komponenten des Katastrophenschutzes vorgestellt. Zu sehen waren unter anderem der Abrollbehälter Sandsack, der Abrollbehälter Ladeboden mit Notstromaggregat sowie der Abrollbehälter Wasser. Einen besonderen Blickfang bildete zudem ein Hubschrauber der Bundeswehr, der gemeinsam mit einem sogenannten „Bambi Bucket“ zur Waldbrandbekämpfung präsentiert wurde.

Doch auch die Katastrophenschutzhalle selbst stand an diesem Abend im Mittelpunkt. Die vom Landkreis angemietete, rund 1000 Quadratmeter große Halle dient mittlerweile als zentraler Standort für verschiedene Fahrzeuge, Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände des Katastrophenschutzes. Mit dem Tag der offenen Tore sollte den Gästen in größerem Rahmen gezeigt werden, welche Strukturen und materiellen Reserven dort inzwischen geschaffen wurden.

„Gemeinschaftswerk Katastrophenschutz“

Um 18 Uhr begann der offizielle Teil der Veranstaltung. Franz Heilmeier, Stellvertreter der Landrätin, hob in seinem Grußwort die große Bedeutung eines leistungsfähigen Katastrophenschutzes für den Landkreis Freising hervor. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, auf außergewöhnliche Schadenslagen und Krisensituationen vorbereitet zu sein.“ Gleichzeitig würden sich mögliche Krisenszenarien stetig verändern und weiterentwickeln. Umso wichtiger sei es, auch künftig vorausschauend zu investieren und die vorhandenen Strukturen kontinuierlich auszubauen. Die neue Ausstattung und die Katastrophenschutzhalle seien sichtbare Zeichen dieser Entwicklung.

Gleichzeitig betonte Heilmeier, dass hinter dem Aufbau und der Unterhaltung dieser Strukturen viel Arbeit, Fachwissen und persönliches Engagement steckten. Dafür sprach er den beteiligten Kräften seine Anerkennung aus. Sein Dank galt ebenso allen Feuerwehrdienstleistenden, die sich tagtäglich ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen – sowohl bei außergewöhnlichen Katastrophenlagen als auch bei den zahlreichen Einsätzen des alltäglichen Feuerwehrdienstes. „Wir erleben heute oft eine Kultur des Egoismus. Aber Sie alle sind ein lebendiges Gegenbeispiel.“ Die vielen Einsatzkräfte seien sofort zur Stelle, wenn sie gebraucht werden. „Ohne diese Bereitschaft wäre das Gemeinschaftswerk Katastrophenschutz gar nicht denkbar.“

Kreisbrandrat Manfred Danner blickte anschließend auf die Entwicklung des Katastrophenschutzes im Landkreis und insbesondere auf die Entstehung des Standortes in Niederambach zurück. Er erläuterte den Gästen den Weg von der Anmietung der Halle über die zahlreichen notwendigen Arbeiten bis hin zur heutigen Nutzung. Zudem stellte er die bereits vorhandene Ausstattung vor und gab einen Ausblick auf weitere geplante Beschaffungen.

Kirchlicher Segen für drei neue Gefährte

Ein besonderer Höhepunkt folgte mit der feierlichen Segnung von gleich drei neuen Einsatzfahrzeugen. Pfarrer Richard Greul vom Pfarrverband Mauern stellte die Gefährte und insbesondere die Einsatzkräfte, die mit ihnen künftig ausrücken werden, unter Gottes Schutz und erinnerte dabei auch an den heiligen Florian als Schutzpatron der Feuerwehr. Gesegnet wurden ein neues Wechselladerfahrzeug auf Scania-Fahrgestell, das neue Einsatzfahrzeug der Drohnengruppe des Landkreises Freising sowie ein Versorgungslastwagen auf Mercedes-Benz-Unimog-Fahrgestell.

Das neue Wechselladerfahrzeug auf Scania R560 B8x8 wurde zu Gesamtkosten von rund 494.000 Euro beschafft. Der Freistaat Bayern unterstützte die Beschaffung mit einer Förderung in Höhe von 102.700 Euro. Der neue Versorgungslastwagen auf Mercedes-Benz Unimog U5023 schlägt mit Kosten von rund 394.000 Euro zu Buche und wurde durch den Freistaat Bayern mit 52.910 Euro gefördert. „Aber wir können auch sparen“, meinte der Kreisbrandrat. „Wir haben den alten Abc-Erkunder selber umgebaut und jetzt dient er als Drohnenfahrzeug.“ Die drei Fahrzeuge erweitern die Möglichkeiten des Landkreises bei unterschiedlichsten Einsatzlagen und insbesondere im Katastrophenschutz. Sie stellen damit einen weiteren wichtigen Baustein beim kontinuierlichen Ausbau der Einsatz- und Katastrophenschutzstrukturen im Landkreis Freising dar.

Nach der feierlichen Segnung und der Bayernhymne ging die Veranstaltung in den gemütlichen Teil über. Bei Braten mit Knödeln und anschließendem Eis sowie musikalischer Umrahmung bot sich den Gästen reichlich Gelegenheit zum fachlichen und persönlichen Austausch. Zahlreiche Gespräche zwischen Feuerwehrführungskräften, Vertretern der Hilfsorganisationen, der Polizei, des Landratsamtes, der Politik und des Katastrophenschutzes ließen den Abend schließlich in geselliger Runde bis in die späten Abendstunden ausklingen. Der Tag der offenen Tore bot damit nicht nur Gelegenheit, neue Fahrzeuge und Technik zu präsentieren, sondern machte zugleich sichtbar, wie breit der Katastrophenschutz im Landkreis Freising mittlerweile aufgestellt ist und wie viele haupt- und ehrenamtliche Kräfte gemeinsam an dessen Weiterentwicklung arbeiten.

Bildunterschriften:

Fahrzeugweihe:

Drei neue Einsatzfahrzeuge erhielten den kirchlichen Segen.

Gefährte:

Foto: Landratsamt Freising

Bei der Fahrzeug- und Geräteschau konnten sich die Gäste von der Leistungsfähigkeit der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes im Landkreis überzeugen.

Hubschrauber:

Ein Highlight der Schau war Hubschrauber der Bundeswehr.

Bambi Bucket:

Andreas Buttenmüller von der Bundeswehr erläuterte Franz Heilmeier, Stellvertreter der Landrätin, die Funktionsweise des „Bambi Bucket“, der Zur Waldbrandbekämpfung genutzt wird.

Text: Sebastian Brendel, Kreisbrandinspektion

Fotos: Landratsamt Freising

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