Sonntag, Februar 1, 2026
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Hofer Geschichtsweg wächst

Langnamenverein gibt Einblicke in Historie

Überall in Hof weisen die Geschichtstafeln des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e.V. auf markante Gebäude oder Ereignisse der Stadtgeschichte hin. Nun wurde eine weitere Tafel am Bahnhof Neuhof eingeweiht. Sie steht neben dem alten Prellbock.

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„Das Zusammenwirken des Vereins mit den zuständigen Stellen der Stadt Hof, zum Beispiel dem Bauamt, funktioniert sehr gut. Der Verein bedankt sich ausdrücklich für das Verständnis und die Hilfestellung seitens der Stadt. Wir sind fest überzeugt, dass die Geschichtstafeln sowohl für Gäste als auch für die Bürgerinnen und Bürger ein Gewinn sind“, betont Dr. Axel Herrmann, der Vorsitzende des Langnamenvereins.

Diese Meinung teilt auch Oberbürgermeisterin Eva Döhla: „Über die Geschichtstafel und den QR-Code, der zu weiteren Informationen führt, wird deutlich, welche Rolle der Bahnhof Neuhof für Hof gespielt hat – zum einen als Eisenbahnstadt, zum anderen für unsere Regionalgeschichte. Ohne ihn wäre wahrscheinlich auch nicht die Freiheitshalle an ihrem heutigen Standort entstanden. Die frühere Halle konnte dort nur errichtet werden, weil über die Zuganbindung die großen Trägerteile für die Dachkonstruktion angeliefert werden konnten.“

Zusammenarbeit zwischen Verein und Stadt

Zusammen mit der neuen Tafel am Bahnhof Neuhof sind inzwischen 87 Geschichtstafeln im Stadtgebiet zu finden. Sie entstehen in enger Absprache mit der Tourist-Information sowie den Gästeführern, von denen viele im Arbeitskreis Geschichtstafeln des Nordoberfränkischen Vereins mitwirken. Dieser trifft sich einmal im Monat zu einer Arbeitssitzung, um unter anderem die Texte zu entwerfen und zu besprechen, die die historischen Hintergründe erläutern. Abrufbar sind diese über die QR-Codes an den Tafeln. Außerdem kümmern sich die Mitglieder um die laufenden Pflege- und Reparaturmaßnahmen. Im Frühjahr werden die Geschichtstafeln beispielsweise umfangreich gesäubert. Aufgrund von Vandalismus müssen aber auch zum Teil ganze Tafeln erneuert werden.

Bei der Aufstellung neuer Tafeln ist immer auch das Bauamt der Stadt Hof eingebunden, da der jeweilige Standort auf öffentlichem Grund festgelegt werden muss. Außerdem übernimmt das Bauamt die Aufstellung der Träger für die Geschichtstafeln.

Das „Bockala nach Naala“

1887 wurde die Lokalbahn von Hof über Naila nach Marxgrün eröffnet. Zusammen mit der Weiterführung der Strecke bis Bad Steben 1898 fiel der Startschuss für die industrielle und touristische Erschließung des östlichen Frankenwaldes. Die sich ansiedelnden Industriebetriebe profitierten von der Eisenbahn. Die Bedeutung des Bahnhofs Neuhof wuchs schnell. So musste bereits 1913 ein neues Empfangsgebäude errichtet werden. In seinen Grundzügen besteht es noch heute. Inzwischen ist dort das Jugendverbändehaus zu finden. Heute fahren auf der Strecke nur noch Personenzüge und seit 2011 ausschließlich Dieseltriebwagen von Agilis.

Foto (Stadt Hof): Dieter Busch (Leiter AG Geschichtstafeln), Günter Tauwaldt (Vereinsmitglied), Dr. Axel Herrmann (Vorsitzender des Langnamenvereins), Loni Reißer (Vereinsmitglied), Peter Heidler (Vereinsmitglied), Bärbel Hick (Vereinsmitglied), Berit Schurenkoff (Vereinsmitglied), Eva Döhla (Oberbürgermeisterin) und Stefan Weinrich (Vereinsmitglied)

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