REISBACH, LKR. DINGOLFING-LANDAU. Am Freitag, 13.02.2026 gegen 17:20 Uhr, teilten Familienangehörge aus Haingersdorf bei Reisbach der Polizeiinspektion Landau a.d. Isar mit, dass sich der 18-Jährige Sohn in einem psychischen Ausnahmezustand befindet und sich aggressiv gegenüber seiner Familie verhält.
Als eine Streifenbesatzung der Polizei Landau a.d. Isar vor Ort eintraf, bewaffnete sich der 18-Jährige mit einer Pistole und verschanzte sich im Wohngebäude. Im Wohnhaus setzte er Möbelstücke in Brand, sodass dieses aufgrund des Feuers und der Rauchentwicklung nicht mehr betretbar war.
Die Familienangehörigen waren zu diesem Zeitpunkt bereits in Sicherheit und befanden sich außerhalb des Gebäudes. Innerhalb kürzester Zeit konnte Unterstützung durch umliegende Polizeiinspektionen gewährleistet und das Haus umstellt werden. Während sich der junge Mann weiterhin in dem Haus aufhielt, zielte er aus einem Fenster mit einer Pistole auf die eingesetzten Beamten und warf schwere Gegenstände auf ein vor dem Wohnhaus geparkten Streifenwagen. Der Funkstreifenwagen wurde dadurch erheblich beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Als der 18-Jährige nach mehrfacher Aufforderung aus dem Gebäude kam, setzte er zur Flucht an, konnte jedoch unweit seiner Wohnanschrift durch die eingesetzten Beamten festgenommen werden. Der junge Mann zog sich auf seiner Flucht leichte Verletzungen zu und wurde in ein umliegendes Krankenhaus gerbracht. Im Anschluss wird der 18-Jährige in eine psychiatrische Klinik verbracht.
Gegen den jungen Mann wird u.a. wegen der Verdachts verschiedener Gewaltdelikte und Brandstiftung ermittelt.
Im Einsatz waren über zwanzig Polizeistreifen, ein Polizeihubschrauber, vier Besatzungen des Rettungsdienstes und zehn Feuerwehren. Die Hauptstraße wurde für die Zeit des Einsatzes komplett gesperrt. Eine Gefahr für Unbeteiligte bestand nicht.
Das Wohngebäude ist nicht mehr bewohnbar. Der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich.
16.02.2026, Polizeipräsidium Niederbayern
Symbolbild von Gerd Altmann auf Pixabay




