Die sich in den trockenen Sommermonaten wunderschöne Gartenaspekte gestalten lassen, verrät Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer im Gartentippe für den August
BAYREUTH – Wenn in den immer trockener werdenden Sommermonaten die Blüten im Garten rar werden, bieten Präriestauden eine interessante Möglichkeit der Gartengestaltung. Was dabei zu beachten ist, erläutert Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer im Gartentipp für den August.
Den Begriff „Prärie“ verbindet man meist mit endloser Weite, Büffelherden, Cowboys und Westernromantik. Im vegetationskundlichen Sinn sind Prärien der nordamerikanische Anteil an der Steppenzone der Erde und ein natürliches Grasland Die Pflanzen wurzeln tief und sind so gut an länger anhaltende Trockenheit angepasst. Das macht sie in Zeiten zunehmender Hitze und Dürre für den Garten interessant.
Mit den sogenannten Präriestauden – mehrjährigen krautigen Pflanzen – und den dazu passenden Gräsern lassen sich wunderschöne Gartenaspekte gestalten. Die Blütezeit liegt ziemlich spät im Jahr und fällt in die Sommermonate von Juni bis August, wenn sonst im Garten die Blüten rar werden.
Die gelben Schirmblüten des Präriesonnenhuts (Ratibida pinnata) geben dann einen schönen Kontrast zum Blaugrau des Silberbeifußes (Artemisia ludoviciana) und zum Blau des Bleibuschs (Amorpha canescens). Hinzu kommen violettrote Prachtscharten und der interessante Palmlilien-Mannstreu mit seinen silbrig-weißen Kugelblüten. Verschiedene Gräser bestimmen das Bild: Prärie-Federgras, Bartgras, Indianergras und die Rutenhirse, welche sich im Herbst leuchtend ockergelb verfärbt.
Viele der Gräser und Stauden sind sogenannte Wintersteher, die der Pflanzung auch im Herbst und Winter noch ein interessantes Aussehen verleihen. Im Frühling, vor dem Neuaustrieb, schneidet man sie dann zurück.
Das Stadtgartenamt hat eine kleinere Präriepflanzung auf etwa 75 Quadratmetern am Rande der Wilhelminenaue an der Albrecht-Dürer-Straße angelegt. Sie zeigt sich jetzt im Hochsommer in voller Blüte und muss kaum gegossen werden. Auch im Privatgarten lassen sich solche Pflanzungen realisieren, die Präriepflanzen bevorzugen einen guten, möglichst tiefgründigen Gartenboden.
Allerdings benötigen Präriepflanzungen etwas Platz, um ihre volle Wirkung entfalten zu können – je größer die Pflanzfläche, um so natürlicher und prächtiger ist das Bild. Wer ganz viel Platz hat, kann am Rande der Prärie noch eine Ponderosa-Kiefer pflanzen – und das Wild-West-Feeling ist perfekt.
Bildunterschrift: Wenn in den immer trockener werdenden Sommermonaten die Blüten im Garten rar werden, bieten Präriestauden eine interessante Möglichkeit der Gartengestaltung. Was dabei zu beachten ist, erläutert Stadtgartenamtsleiter Robert Pfeifer im Gartentipp für den August.
Foto: Stadt Bayreuth



