Gartenbauverein setzt Zeichen gegen Vogelschlag an Glasflächen
Oberglaim. Im Raum Landshut sterben täglich schätzungsweise 500 bis 1.000 Vögel durch Kollisionen mit Glasscheiben. Um diese unnötigen und vermeidbaren Todesfälle zu reduzieren, hat der Gartenbauverein eine Schutzaktion gestartet.

„Für Vögel sind Glasflächen nicht als Hindernisse erkennbar. Spiegeln sich darin Vegetation oder Himmel, können die Scheiben sogar besonders attraktiv wirken.“, erklärt Stefan Markhof, 1. Vorstand des Gartenbauvereins Oberglaim. Nicht alle Tiere sterben unmittelbar nach dem Aufprall. Viele erliegen später an anderer Stelle ihren Verletzungen, verhungern oder werden zur leichten Beute für Katzen. Besonders kritisch sind großflächige Verglasungen in naturnahen Bereichen, etwa an Glasfassaden, Lärmschutzwänden oder Buswartehäuschen. Auf Anregung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) Landshut entschloss sich der Gartenbauverein daher, die Buswartehäuschen in Oberglaim und Käufelkofen mit hochwirksamen Vogelschutzpunkten auszustatten. Das aufgebrachte Punktraster macht die Glasscheiben für Vögel sichtbar und bedeckt dabei weniger als ein Prozent der Scheibenfläche. Die Materialkosten übernimmt der Markt Ergolding. Bürgermeister Andreas Strauß ließ es sich nicht nehmen, die Vereinsmitglieder bei der Umsetzung tatkräftig zu unterstützen.
Zum Abschluss waren sich alle Beteiligten einig, dass das Buswartehäuschen durch das Punktraster auch optisch aufgewertet wurde. Als Nächstes soll das Wartehäuschen in Käufelkofen beklebt werden. Der Gartenbauverein hofft, dass die Aktion viele Nachahmer findet.
Bildunterschrift 1: Mitglieder des Gartenbauvereins mit dem Vorsitzenden Stefan Markhof (rechts), Bürgermeister Andreas Strauß (4. von rechts) sowie Vertretern des LBV (2. und 3. von rechts) bekleben gemeinsam die Buswartehäuschen in Oberglaim und Käufelkofen mit sog. Vogelschutzpunkten.
Teresa Späth, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bildunterschrift 2: Das aufgebrachte Punktraster macht die Glasscheiben für Vögel sichtbar und bedeckt dabei weniger als ein Prozent der Scheibenfläche.



