Sonntag, Juli 14, 2024
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Rettung eines verunfallten LKW Fahrers stellt Einsatzkräfte vor große Herausforderungen

Mehrere PKW durchbrechen Absperrungen

Ein schwerer Verkehrsunfall eines alleinbeteiligten Muldenkippers hat heute Morgen gegen 8:40 am Landshuter Kasernenberg für einen extrem herausfordernden Einsatz der Rettungskräfte gesorgt. Der unbeladene LKW befuhr die B299 in Richtung Landshut und kam dabei zwischen den Anschlussstellen Oberschönbach und Moniberg nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und kam im Straßengraben auf dem Führerhaus liegend zum Stillstand. Der alleine im Führerhaus befindliche Fahrer wurde dabei unterhalb des Beckenbereichs schwer eingeklemmt. Da sich bei den Rettungsmaßnahmen relativ schnell herausstellte, dass mit den vorhandenen Rettungsmitteln nur eine Rettungsöffnung für den Zugang zum Patienten geschaffen werden konnte, aber keine komplette Befreiung gegen den Druck des gesamten Fahrzeugs möglich war, wurde umgehend ein schwerer Autokran zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen angefordert. Während durch die Leitstelle bereits die telefonischen Abfragen diesbezüglich liefen, wurde durch absperrende Feuerwehrkräfte im Bereich der B 299 ein schwerer Autokran eines örtlichen Unternehmens nebst Begleitfahrzeug gesichtet und umgehend um Hilfe gebeten. Schlussendlich konnte aber auch durch den Kran nicht die erhoffte Befreiung erreicht werden. Wegen des stabilen Zustands des Fahrers wurde daher durch die Einsatzleitung entschieden, das Unfallfahrzeug mittels eines weiteren schweren Abschleppfahrzeugs und der Seilwinden der Feuerwehr wieder vorsichtig auf die Räder zu stellen und dann die weiteren Maßnahmen einzuleiten. Nachdem dies geschehen war, konnte der Fahrer nach über einer Stunde unter Einsatz zweier Rettungsspreizer, einer Rettungsschere, mehrerer Hydraulikzylinder sowie zweier Seilwinden aus dem komplett deformierten Führerhaus befreit und mit schweren Verletzungen in ein Landshuter Krankenhaus eingeliefert werden.

Hinsichtlich des entstandenen Sachschadens und der Unfallursache hat die Polizei vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Für die Freiwilligen Feuerwehren aus Landshut (Löschzüge Stadt, Hofberg und Schönbrunn) und Piflas sowie für den THW Ortsverband Landshut, die unter der Leitung von Stadtbrandrat Sebastian Öllerer und Stadtbrandinspektor Martin Dax zusammen mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort waren, endete der Rettungseinsatz schließlich gegen 12:00 mittags. Kleinere Besatzungen der Feuerwehr blieben noch für die notwendigen Umleitungen im Zuge der Bergungsarbeiten vor Ort. Die B299 war während der gesamten Rettungsmaßnahmen sowie auch während der anschließenden Bergungsarbeiten in beide Richtungen bis etwa 14:30 komplett gesperrt.

Während des Einsatzes kam es vor allem am komplett gesperrten Kaserneneck wieder zu einigen unschönen Szenen. Mehrere Autofahrer durchbrachen die Sperre in dem sie Absperrpylonen der Feuerwehr umfuhren oder einfach über die Gegenfahrbahn bergauf fuhren. Zumindest von einem PKW konnte der Polizei das Kennzeichen für weitere Maßnahmen weitergegeben werden. Die Feuerwehr möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass Absperrmaßnahmen der Feuerwehren stets Folge zu leisten ist und zudem immer einem Einsatzzweck dienen und nur so lange wie nötig aufrecht erhalten werden. 

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut bedankt sich recht herzlich bei allen eingesetzten Rettungskräften sowie bei den Mitarbeitern der Kran- und Abschleppunternehmen recht herzlich für die sehr gute Zusammenarbeit. 

Fotos: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Landshut

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