StartUmwelt / NaturschutzEin innovatives Maßnahmenpaket für die „Lebensader Innenstadt“

Ein innovatives Maßnahmenpaket für die „Lebensader Innenstadt“

OB Niedermaier will mit einem blau-grünen Klimaband das Zentrum fit für den Klimawandel machen

Jetzt kommen Bäume und Wasser in Bambergs Mitte: Mit dem Projekt „Lebensader Innenstadt“ soll ein umfassendes Klimaanpassungsvorhaben auf den Weg gebracht werden, das stark belastete Bereiche im Zentrum zukunftsfähig machen soll. „Damit setzen wir einen großen Wunsch der Bambergerinnen und Bamberger um, der im Wahlkampf sehr häufig an uns herangetragen wurde: Mehr Grün und mehr Schatten für Maxplatz und Co.“, betonen Oberbürgermeister Sebastian M. Niedermaier und Bürgermeister Jonas Glüsenkamp

Die vergangenen heißen Tage haben erneut gezeigt: Gerade die dicht versiegelten Bereiche der historischen Innenstadt heizen sich stark auf. Besonders betroffen sind zentrale Aufenthalts- und Begegnungsräume wie der Maximiliansplatz, der Heumarkt und der Markusplatz, wo es bis zu 3 Grad wärmer ist als in anderen Teilen von Bamberg. Hier setzt das geplante Vorhaben an – „das sind wir der Lebensqualität in unserer Stadt schuldig“, betont Oberbürgermeister Niedermaier.

Das Projekt „Lebensader Innenstadt“ ist dabei keine kurzfristige Einzelplanung, sondern baut auf Themen und Überlegungen auf, die die Stadt bereits seit längerer Zeit beschäftigen. Die Maßnahmen knüpfen an das Klimaanpassungskonzept von Stadt und Landkreis Bamberg an und bündeln verschiedene Ansätze zu einer zusammenhängenden Strategie für die Innenstadt. Mit diesem Vorhaben bewirbt sich die Stadt Bamberg um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“.

Aufenthaltsqualität erhöhen

Das Maßnahmenpaket ist gebündelt als ein blau-grünes Klimaband durch das Welterbe: eine zusammenhängende Achse vom Regnitz-Ufer über Weide, Markusplatz, Holz- und Heumarkt, Maximiliansplatz bis zur Nördlichen Promenade. OB Niedermaier betont: „Das Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, Hitze zu reduzieren und die Innenstadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.“

Das Maßnahmenpaket umfasst unter anderem:

  • Entsiegelung und versickerungsfähige Flächen,
  • zusätzliche Begrünung und klimaresistente Stadtbäume,
  • Beschattung durch neue Gestaltungselemente,
  • Wasser- und Vernebelungselemente zur Kühlung,
  • Reaktivierung und Weiterentwicklung bestehender Brunnen- und Wassersysteme.

Bürgermeister und Klimareferent Jonas Glüsenkamp stellt klar: „Wir müssen dem Klimawandel begegnen und Vorsorge betreiben – besonders mit Blick auf vulnerable Gruppen. Unsere Innenstadt ist ein Ort für alle Menschen. Damit sie auch in Zukunft attraktiv bleibt, müssen wir heute handeln. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass die Maßnahmen auch für den Innenstadthandel essentiell sind.“

Gerade für eine historische Altstadt wie Bamberg ist Klimaanpassung eine besondere Herausforderung: Maßnahmen müssen mit Denkmalschutz und den besonderen Ansprüchen des UNESCO-Welterbes zusammengebracht werden. Dafür möchte Bamberg mit diesem Modellvorhaben Vorreiter werden: Deshalb soll das Projekt wissenschaftlich begleitet werden. Der Leitgedanke des Projektes setzt dabei auf naturbasierte Lösungen, Schwammstadt-Prinzipien und eine messbare Wirkung der Maßnahmen.

Über das weitere Vorgehen entscheidet der Stadtrat Ende Juli. Die „Lebensader Innenstadt“ steht für einen langfristig angelegten Prozess: für eine Innenstadt, die ihre historische Identität bewahrt, die Wirtschaft auch im Sommer fördert und gleichzeitig auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist.

Fotonachweis: Stadt Bamberg, Anna Lienhardt

Bildunterschrift: Für mehr Grün, mehr Wasser und mehr Schatten soll das Projekt „Lebensader Innenstadt“ unter anderem am Maxplatz sorgen.

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