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Jugendleseclub kürte die besten Jugendbücher

Landshuter Jugendbuchpreis 2026 geht an Basma Hallak für „Please unfollow“

Der Jugendleseclub der Stadtbücherei hat kürzlich zum 16. Mal den Landshuter Jugendbuchpreis „Auserlesen“ vergeben. In diesem Jahr überzeugte die junge deutsch-palästinensische Berliner Autorin Basma Hallak mit „Please unfollow“, ihrem emotionalen „Young Adult“-Roman über das Gefühl, für alle transparent zu sein. Mit diesem Buch möchte sie auf das sogenannte „Sharenting“, aufmerksam machen, indem der Roman zeigt, welche Konsequenzen das Veröffentlichen von Bildmaterial des eigenen Kindes im Internet, für die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben kann.

Jugendleseclub kürte die besten Jugendbücher

Nach dem Grußwort durch Stadtrat Florian Lechner in Vertretung von Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger, stellten die Jugendlichen des Leseclubs gemeinsam mit Theresa Verhoven von der Stadtbücherei alle diesjährigen Nominierten vor für den Preis vor. Für die drei Siegerbücher hatte der Leseclub wieder auf kreative Weise eigene Laudationes gestaltet: mit selbst produzierten Videos, einem Hörspiel und einer vertonten Fotostory.

Die Gewinnerin sendete den Jugendlichen eine emotionale Grußbotschaft und nahm den Preis, eine von Karin Lindenmüller gefertigte Preisplakette aus Ton, persönlich auf der Frankfurter Buchmesse entgegen. Im November haben einige der teilnehmenden Schulklassen die Möglichkeit, die Autorin live in Landshut zu erleben. Auf den zweiten Platz wählten die Schülerinnen und Schüler Maja Nielsen „Das falsche Leben“. Auch sie traf der Jugendleseclub auf der Buchmesse. Den dritten Platz belegte Anna Dimitrova, die 2025 den Preis gewann, nun mit ihrem nächsten Buch „People Pleaser“.

Der Landshuter Jugendbuchpreis zeichnet seit 2011 jährlich herausragende Jugendbücher aus. Er ist ein Preis von Jugendlichen für Jugendliche: Über die Sieger entscheidet keine Fachjury, sondern Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn. Die Stadtbücherei stellt dazu Bücherkisten mit 15 nominierten Titeln zusammen, die in den Klassen gelesen und bewertet werden. Auf diese Weise entsteht eine breite, schulübergreifende Leseförderung, die Bibliothek und Schule eng miteinander verbindet.

Der Jugendleseclub der Stadtbücherei Landshut war von 2003 bis 2008 als einer von bundesweit sechs lokalen Leseclubs für den „Preis der Jugendjury“ des Deutschen Jugendliteraturpreises tätig und ist seit 2023 wieder Teil der Jury. Die Leseclub-Mitglieder besuchen regelmäßig die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt, um sich über die neuesten Bücher zu informieren. Der Landshuter Jugendbuchpreis, der unter der Schirmherrschaft des Landshuter Oberbürgermeisters Dr. Thomas Haslinger steht, hat sich etabliert und ist ein Projekt zur Leseförderung im Jugendalter. Bereits jetzt können sich Schulen für den Landshuter Jugendbuchpreis 2027 anmelden. Die neuen Nominierungen werden im Dezember bekanntgegeben.

Fotos: Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)

Bildtexte:

Der Jugendleseclub bei der Preisübergabe mit der erstplatzierten Autorin Basma Hallak auf der Frankfurter Buchmesse.

Der Jugendleseclub mit seiner Leiterin Theresa Verhoven (zweite Reihe, Vierte von rechts) nach der Preisverleihung.

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