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Bank, Bäume, Wasserspiel

Die Gestaltung des Jean-Paul-Platzes vor dem Friedrichsforum ist mit dem Aufbau einer großen Sitzbank abgeschlossen. Dabei wurden die Belange von Denkmalpflege und Klimaschutz berücksichtigt

BAYREUTH – Mit dem Aufbau einer langen Sitzbank ist die Gestaltung des Jean-Paul-Platzes im Eingangsbereich des Friedrichsforums abgeschlossen. „Zusammen mit acht schattenspendenden Kastenplatanen und einem kühlenden Wasserspiel sorgt sie für eine angenehme Aufenthaltsqualität selbst an wärmeren Sommertagen“, erläutert die Verantwortliche für das Projekt und stellvertretende Leiterin des Stadtgartenamtes, Annegret Läkamp.

Für die Kastenplatanen haben sich die Planer entschieden, weil diese mit Hitze und Trockenheit in der Stadt besonders gut zurechtkommen. Sie wachsen in großen Baumquartieren, die den Wurzeln ausreichend Platz bieten. Gewässert werden sie durch Regenwasser, das unter anderem vom Dach des Friedrichsforums in eine 40.000 Liter fassende Zisterne im Jean-Paul-Platz geleitet wird. Die Bäume bilden die Form eines Quadrats mit einem offenen Platz in der Mitte.

Möglich wurde die Pflanzung der Bäume übrigens durch einen Kompromiss mit dem Denkmalschutz. Denn als der barocke Platz vor rund 270 Jahren angelegt worden war, waren keine Bäume vorgesehen. Damit im Sinne der Klimaanpassung jedoch eine Begrünung ermöglicht werden konnte, wird der Wuchs der Kastenplatanen in Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege auf die Höhe der Balkone über dem Eingangsportal des Friedrichsforums begrenzt. Dafür können die Bäume in die Breite wachsen und, ähnlich wie auf dem Residenzplatz vor dem Neuen Schloss, ein fast geschlossenes Dach bilden.

Auf diesem Platz selbst lädt die neue Bank zum Verweilen ein und ermöglichen sowohl den Blick zum Friedrichsforum als auch zur Friedrichsstraße. Das Wasserspiel mit sechs Düsen erzeugt Fontänen und sorgt damit für Abkühlung. Auch die beige-hellgrauen Granitplatten aus dem Fichtelgebirge tragen zur Klimaanpassung bei, denn sie sollen das Aufheizen der Fläche durch die Sonne reduzieren. „Die Gestaltung wurde der Stadt vom Beirat für nachhaltige und stadtklimagerechte Planung und Stadtentwicklung zur Umsetzung empfohlen“, so Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel. Der neue Plattenbelag mit Leitsystem sowie eine Rampe zum Haupteingang des Friedrichsforums sorgen zudem für Barrierefreiheit.

Bildunterschrift: In die Gestaltung der südlichen Seite des Jean-Paul-Platzes wurden neben den Belangen des Denkmalschutzes auch Aspekte für die Klimaanpassung berücksichtigt. Der nördliche Bereich gibt einen Eindruck vom früheren Zustand der Fläche vor der früheren Stadthalle wieder.

Foto: Stadt Bayreuth

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