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Motorradkontrolle am Sonntag, 16.07.2023

Vilsbiburg, Lkrs. Landshut. Motorradkontrolle der PI Vilsbiburg mit der Kontrollgruppe Motorrad des PP Niederbayern

Am Sonntag, 16.07.2023, wurde von 10:00 – 17:00 Uhr, eine Motorradkontrollaktion der PI Vilsbiburg mit UnterstĂŒtzung der Kontrollgruppe Motorrad des PP Niederbayern durchgefĂŒhrt.

Insgesamt wurden 155 KraftrĂ€der und ein getunter Pkw an der Kontrollstelle in Achldorf am Wertstoffhof angehalten. Es wurden hier hauptsĂ€chlich Kontrollen der Fahrzeuge hinsichtlich des technischen Zustandes und möglicher VerĂ€nderungen durchgefĂŒhrt. Durch die fachkundige Anleitung der Mitglieder der Kontrollgruppe wurden die teilnehmenden Beamten/-innen der PI Vilsbiburg in diese Thematik eingewiesen.

Neben kleineren VerstĂ¶ĂŸen, wie fehlende RĂŒckstrahler, nicht mitgefĂŒhrter FĂŒhrerschein oder Zulassungsbescheinigung, wurden bei mehreren Fahrzeugen erhebliche MĂ€ngel festgestellt:

Ein Harley-Fahrer hatte einen zusĂ€tzlichen Schalter zur Steuerung der Drosselklappen der Auspuffanlage verbaut, damit auch bei geringen Drehzahlen ein noch lauteres GerĂ€usch erzeugt wird. Bei einer weiteren Harley war diese Steuerung mit einer Funkfernbedienung geregelt. Das Krad erzeugte so einen Dezibelwert von ĂŒber 120 dB. Dieser Wert wird normalerweise von einem startenden DĂŒsenflugzeug erreicht. Beide FahrzeugfĂŒhrer erhielten eine Verkehrsordnungswidrigkeitenanzeige. Ferner erhĂ€lt die zustĂ€ndige Zulassungsstelle eine Mitteilung, dass die Betriebserlaubnis der MotorrĂ€der durch die Änderungen erloschen ist.

Zwei weiteren Fahrern wurde wegen unzulĂ€ssiger VerĂ€nderungen die Weiterfahrt untersagt. Bei den beiden MotorrĂ€dern waren nicht zugelassene Teile verbaut und deshalb die Verkehrssicherheit wesentlich beeintrĂ€chtigt. ZusĂ€tzlich war noch eine „neue“ Kennzeichenhalterung angebracht und das amtliche Kennzeichen dadurch kaum noch abzulesen. Ferner wurden vier Fahrzeuge wegen abgefahrener Reifen und ein Roller mit einer seit drei Jahren abgelaufenen Frist zur Hauptuntersuchung beanstandet.

Die ĂŒberwiegende Anzahl der MotorrĂ€der war in einem ordnungsgemĂ€ĂŸen Zustand und es wurden viele FachgesprĂ€che mit den Kontrollierten gefĂŒhrt. Erschreckend war bei den hohen Temperaturen die oft mangelhaft vorhandene Schutzkleidung. Selbst auf hochmotorisierten Fahrzeugen waren Fahrer und Beifahrer hier teilweise nur mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet unterwegs. Die Gefahr und das erhöhte Verletzungsrisiko war allen bewusst, wurde aber bei 30 Grad trotzdem in Kauf genommen. Als Schutzkleidung ist verkehrsrechtlich nur der Schutzhelm vorgeschrieben und es kann hier nur an die eigene Vernunft appelliert werden.

Foto: Polizei Vilsbiburg

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