Freitag, Juni 14, 2024
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Ab 10. Juni können die ersten Bewohner einziehen  

Das ehemalige Studentenwohnheim in der Frankengutstraße wurde zur Unterkunft für geflüchtete Menschen hergerichtet – Es bietet Platz für bis zu 80 Personen

BAYREUTH – Zu Beginn des Jahres hat das Studentenwerk Oberfranken der Stadt Bayreuth das ehemalige Studentenwohnheim in der Frankengutstraße für die Unterbringung von geflüchteten Menschen zur Verfügung gestellt. In den letzten Monaten ist das Gebäude, das seit einiger Zeit leer stand und eigentlich hätte abgerissen werden sollen, hergerichtet worden. Die Arbeiten im Innenbereich sind so gut wie abgeschlossen beziehungsweise befinden sich auf der Zielgeraden, so dass voraussichtlich ab dem 10. Juni die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können.

„Wir möchten uns hier ausdrücklich beim Studentenwerk für die Bereitstellung des Gebäudes und ganz besonders bei der GEWOG bedanken. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben durch ihren unermüdlichen Einsatz in kurzer Zeit die Räumlichkeiten instandgesetzt und teilweise ausgestattet“, sagte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger bei einem Besuch der Räumlichkeiten. Sind die Arbeiten im Innern so gut wie abgeschlossen, dauern weitere Arbeiten der GEWOG im Außenbereich – beispielsweise der Aufbau von Spielgeräten – bis voraussichtlich Mitte Juni an. Dank der Unterstützung des Studentenwerks, das zum Jahresbeginn auf die Stadt Bayreuth zugekommen und das alte Studentenheim angeboten habe, müsse die Stadt weder Containerdörfer errichten noch auf Turnhallen zurückgreifen, um die Menschen adäquat und menschenwürdig unterbringen zu können, betonte das Stadtoberhaupt. Die Stadt miete die Immobilie bis zum Jahreswechsel 2028/29.

In dem Gebäudekomplex stehen 19 Wohnungen zur Verfügung, von denen 16 belegt werden können. Die übrigen drei wurden in Funktions- und Waschräume umfunktioniert. Das Sozialreferat der Stadt geht von einer maximalen Belegung mit 80 Personen aus, wobei vorwiegend Familien in der Frankengutstraße untergebracht werden sollen. Da andere angemietete Flüchtlingsunterkünfte der Stadt im Laufe des Jahres zurückgegeben werden müssen, sollen vor allem bereits in Bayreuth wohnende Geflüchtete in das ehemalige Studentenwohnheim umziehen.

Die Wohnungen besitzen ein Bad, Küche und WC plus einer unterschiedlichen Anzahl von Schlafzimmern. Es handelt sich um Zwei- bis Sechs-Zimmer-Einheiten. Außerdem gibt es zentrale Wasch- und Trocken- sowie Sozialräume. In diesen sollen unter anderem Sprachkurse sowie weitere integrative Angebote möglich sein. In den Wohnungen werden sowohl Asylbewerberinnen und
-bewerber als auch vor dem russischen Überfall geflüchtete Menschen aus der Ukraine untergebracht.

Betreuung nach dem Kümmerer-Prinzip

Bei der Betreuung der Menschen arbeitet das zuständige Sozialreferat nach dem sogenannten „Kümmerer-Prinzip“ und setzt vor Ort Hausverwalter ein. Die Hausverwalter werden in der Unterbringung selbstihre Büros haben, um als direkte Ansprechpartner vermittelnd tätig zu sein und eine unbürokratische Schnittstelle zum Sozialamt zu bilden. Sie vermitteln auch Termine, erledigen kleine Reparaturarbeiten und können Anfragen beziehungsweise Probleme entweder selber lösen oder die entsprechenden Stellen, wie etwa das Sozialamt oder die Caritas, einschalten. Der Einsatz von ehrenamtlichen Kräften und Integrationslotsen soll bei Bedarf ebenfalls erfolgen.     

Die weiteren Arbeiten im Außenbereich (z.B. Aufbau von Spielgeräten) werden seitens der GEWOG voraussichtlich ab Mitte Juni erfolgen.

Bildunterschrift: 443 Gefluechtetenunterkunft: Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (2. v. li.) verschaffte sich unter anderem mit der Sozialreferentin der Stadt Bayreuth, Manuela Brozat (mi.), der Leiterin der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt, Polizeidirektorin Christine Götschel (re.), dem Leiter des Fachbereichs Regiebetrieb und Prokurist der GEWOG, Markus Roß, sowie Nancy Kamprad (li.) von der Abteilung Soziale Dienste der Stadt Bayreuth einen Eindruck von der hergerichteten Unterkunft für geflüchtete Menschen in der Frankengutstraße.

Foto: Stadt Bayreuth

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