Mittwoch, April 17, 2024
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Katzennotstand in einigen Gebieten des Landkreises Kelheim

Verwilderte und herrenlose Katzen vermehren sich im Landkreis Kelheim zunehmend unkontrolliert. Hotspots treten regelmäßig verteilt über den gesamten Landkreis auf. Vor diesem Hintergrund möchten das Landratsamt Kelheim sowie die Tierhilfe Kelheim/Abensberg und Umgebung Katzenhalter sensibilisieren.

„Lassen Sie Ihre Freigänger-Katzen bitte sterilisieren beziehungsweise kastrieren, um einer unkontrollierten Vermehrung vorzubeugen.“

Dr. Martin Schmid, Leiter Veterinäramt

Die verwilderten und herrenlosen Tiere leiden gehäuft an Krankheiten, wie etwa Katzenschnupfen oder -seuche, an denen sie zum Teil auch qualvoll verenden. Die ehrenamtlichen Helfer der Tierhilfe Kelheim/Abensberg und Umgebung versuchen bereits seit Jahrzehnten, diese Situation in den Griff zu bekommen und das Leid der Katzen zu lindern. Aufgrund knapper personeller und finanzieller Ressourcen des Vereins lässt sich die unkontrollierte Vermehrung der Katzen nur bedingt aufhalten.

„Die Lage ist angespannt. Mehr Katzen bedeuten mehr Elend: Wir lassen regelmäßig Katzen kastrieren und sterilisieren. Hierfür und für die weitere Behandlung müssen wir aber Tierarztkosten von rund 250.000 Euro pro Jahr begleichen. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen.“

Monika Pledl, Vorsitzende Tierhilfe Kelheim/Abensberg und Umgebung

Abhilfe schaffen könnte eine bayernweit – oder gar bundesweit – einheitliche Katzenschutzverordnung. Dadurch wäre es möglich, den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen in einem festgelegten Gebiet zu verbieten oder zu beschränken. Ebenso könnten die dort gehaltenen Freigänger-Katzen gekennzeichnet oder registriert werden.

„Schon eine bayernweite Katzenschutzverordnung durch die Staatsregierung wäre sehr zu begrüßen und würde unsere Arbeit im Tierschutz sehr unterstützen.“

Monika Pledl, Vorsitzende Tierhilfe Kelheim/Abensberg und Umgebung

Aus Sicht des Veterinäramts würde es viele Vorteile bringen, der unkontrollierten Vermehrung von Katzen entgegenzutreten. Hotspots würden entzerrt, es würde vielen herrenlosen Katzen Leiden durch Krankheiten und die Verwahrlosung ersparen. Dieses Anliegen hat Landrat Martin Neumeyer bereits an den Präsidenten des Bayerischen Landkreistages weitergegeben.

Sollten Bürgerinnen und Bürger verwilderte, herrenlose Katzen feststellen, wenden sie sich direkt an die Tierhilfe Kelheim/Abensberg und Umgebung (www.tierhilfe-kelheim.de, 09441 3332, mg@tierhilfe-kelheim.de).

Bildmaterial
Titel und InformationQuellenangabe
Verwilderte Katzen leiden gehäuft an Krankheiten, wie etwa Katzenschnupfen, an denen sie zum Teil auch qualvoll verenden.Dr. Michael Haimerl, Landratsamt Kelheim
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