Montag, Februar 26, 2024
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Der Aufbruch soll weitergehen

Niederbayerische Landkreise arbeiten gezielt an einer gemeinsamen Zukunft

Regen. Im Jahr 2011 haben sich die niederbayerischen Landräte und Bürgermeister der kreisfreien Städte zusammengetan und mit der Unterstützung von Wissenschaftlern, der Regionalmanagements und anderer Aktivposten ein umfassendes Zukunftskonzept mit zentralen Forderungen an die Landesregierung erstellt. Unter dem Titel „Aufbruch jetzt! Niederbayern“ wurde eine Bestandsaufnahme mit klaren Zukunftsstrategien und Forderungen erstellt und an den damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer übergeben. „Nach zwölf Jahren ist es an der Zeit, dass die Themen auf den Prüfstand kommen und das Konzept fortgeschrieben wird“, sagt Regens Landrätin Rita Röhrl und berichtet vom niederbayerischen Konsens, dies zu tun.

„Wir haben die damaligen Arbeitsgruppen reaktiviert“, so die Landrätin weiter. Auch die Verantwortungen und Kompetenzen wurden wie vor zwölf Jahren verteilt. Der Landkreis Regen trägt deswegen die Verantwortung für den Themenbereich Tourismus und Sport. Unter dem Vorsitz von Rita Röhrl tagte der Arbeitskreis nun in der Kreisstadt Regen. Mit dabei waren Vertreter aus den Landkreisen und den kreisfreien Städten sowie aus dem Tourismus und dem Sport. Man kam dabei überein, dass in einem ersten Schritt die Umsetzung der Forderungen überprüft werden soll. „Bei den nicht umgesetzten Forderungen werden wir sehen, ob die Forderung weiterbesteht oder überarbeitet werden muss“, erklärt Regens Regionalmanager Tobias Wittenzellner, der gemeinsam mit Tourismusreferentin Elisabeth Unnasch für die praktische Umsetzung verantwortlich zeichnet. In einem weiteren Schritt sollen neue Forderungen eingebracht werden.

„Ziel ist es, dass wir am Ende der Terminreihe konkrete Herausforderungen oder Probleme mit Blick auf die strategische Entwicklung Niederbayerns in den Bereichen Tourismus und Sport benennen können. Unser Anspruch ist es, auch neue handlungsfähige Forderungen und Handlungsansätze zu erarbeiten“, gibt Röhrl vor. Der Zeitplan ist straff: Ende Dezember sollen die Ergebnisse der einzelnen Arbeitskreise zusammengetragen werden und bereits zum Februar oder März des kommenden Jahres soll ein neues Papier „Aufbruch jetzt! Niederbayern“ vorgestellt und an den Ministerpräsidenten übergeben werden.

Beim ersten Treffen wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen erste Impulse und Ideen zusammengetragen. Im Bereich Tourismus wurden beispielsweise die Themen Nachhaltigkeit, Wertschöpfung, Wachstum und Resilienz diskutiert. Zudem war man sich darüber einig, dass der ÖPNV insbesondere für den Tourismus eine wichtige Rolle spielt. Die Qualitätsverbesserung soll ein zentrales Zukunftsthema sein. Hier wurden auch Forderungen nach einer verbesserten Förderung für Investitionen in die Qualität laut. Die Digitalisierung werde auch im touristischen Bereich eine wichtige Rolle spielen, waren sich die Teilnehmer einig. Auch hier müsse man Zukunftsstrategien entwickeln. Überhaupt sei die Zukunftssicherung ein zentrales Thema. Dies beginne bei der Personalentwicklung mit der Fachkräftegewinnung und -sicherung und gehe über die Klimaanpassung weiter bis zu Image und Akzeptanz. 

Auch im Bereich des Sports wurden erste konkrete Forderungen geäußert. Ein Wunsch war, dass die Skisprunganlage Rastbüchl in das Landesleistungszentrum Arber integriert werden soll. Zudem wurde unter anderem ein Bürokratieabbau bei der Sportstättenförderung und eine stärkere Förderung des Landesleistungszentrums gefordert. Eine neue Idee ist es, dass Lehrkräfte, die sich vor Ort in Vereinen engagieren, leichter heimatnah versetzt werden sollten. Auch der Wunsch nach einer stärkeren Förderung und nach Betriebskostenzuschüssen für Hallen- und Freibäder wurde geäußert.

Abschließend informierte Wittenzellner über die Möglichkeit, jederzeit Akteure und Impulse sowie Themenschwerpunkte mitzuteilen, die in den künftigen Aufbruchsprozess miteingebunden werden können. „In der Zeit bis zum nächsten Workshop werden die bisher vorgebrachten Impulse gegliedert und zur weiteren Bearbeitung vorbereitet“, so der Regionalmanager.

Bildunterschrift: Landrätin Rita Röhrl begrüßte Vertreter aus den Landkreisen und den kreisfreien Städten sowie aus dem Tourismus und dem Sport zur 1. Sitzung des Arbeitskreises.

Foto: Iris Gehard / Landratsamt Regen

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