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Ermittler gehen gegen mehrere Telefonbetrüger vor – Haftbefehl gegen 24-Jährige erlassen

HENGERSBERG, LKR. DEGGENDORF, HAUS i. WALD, LKR. FREYUNG-GRAFENAU, PASSAU, RATINGEN/NRW, LANDSHUT, ESSEN/NRW, DÜLMEN/NRW. Mehrere Mitglieder einer Telefonbetrüger-Bande, darunter eine 24-jährige Frau aus Ratingen/NRW stehen im Verdacht, u. a. in Hengersberg und Landshut nach vorangegangenen Anrufen, bei denen sich die Täter als falsche Polizeibeamte ausgegeben haben, neben z. T. hohen Bargeldsummen auch EC-Karten samt dazugehörigen Geheimzahlen erbeutet zu haben.

Aufgrund der intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaften Deggendorf und Landshut zusammen mit der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern konnten zwischenzeitlich mehrere Tatverdächtige ermittelt werden. Es handelt sich dabei um eine 24-jährige Frau und einen 23-jährigen Mann aus Ratingen/NRW, zwei Männer im Alter von 22 und 35 Jahren sowie eine 28-jährige Frau aus dem Raum Essen/NRW bzw. Dülmen/NRW.

Am Montag, 11.12.2023, haben nun Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern zusammen mit Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Mettmann einen von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragten Durchsuchungsbeschluss sowie einen ebenfalls von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragten Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts u. a. des banden- und gewerbsmäßigen Betruges gegen die 24-Jährige vollzogen. Die Frau steht im Verdacht, als Abholerin des Geldes sowie der EC-Karten für die Tat in Deggendorf und die Tat in Haus i. Wald verantwortlich zu sein.

Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten mehrere digitale und schriftliche Unterlagen sicher. Die 24-Jährige wurde nach Vorführung beim Amtsgericht Düsseldorf in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) eingeliefert.

Verdacht der Geldwäsche – Durchsuchung bei sog. Finanzagenten

Im Zuge der weiteren Ermittlungen geriet auch ein 23-jähriger Mann, ebenfalls aus Ratingen/NRW in den Fokus der Ermittler. Nachdem die 24-Jährige in den Besitz der EC-Karten samt Geheimzahl gelangte, wurde vom Konto der Seniorin aus Hengersberg ein vierstelliger Betrag vom Konto der Seniorin abgebucht und dem Konto des 23-Jährigen gutgeschrieben. Kurze Zeit später überwies der 23-jährige das Geld in die Türkei.   

Weitere Durchsuchungen in Essen/NRW und Dülmen/NRW

Im Zuge der fortlaufenden Ermittlungen gerieten weitere Tatverdächtige im Alter zwischen 22 und 35 Jahren aus dem Raum Essen und Dülmen ins Visier der Ermittlungsbehörden. Sie sollen Anfang Juli 2023 bei Senioren im Raum Landshut, nachdem sie zuvor von falschen Polizeibeamten angerufen wurden, z. T. hohe Bargeldsummen und Bankkarten mit PIN erbeutet haben und noch am selben Tag von einem Geldautomaten einer Landshuter Bank unberechtigte Abhebungen getätigt haben.

In der Folge haben am Dienstag, 12.12.2023, Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern mehrere von der Staatsanwaltschaft Landshut beantragte Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume der Tatverdächtigen zusammen mit Beamten der Kriminalpolizeiinspektionen Essen und Dülmen durchsucht. Neben schriftlichen Unterlagen und Datenträgern wurde ein niedriger vierstelliger Bargeldbetrag sichergestellt.

Finanzagent“ – Vorsicht vor unseriösen Jobangeboten 

Mit „besten Verdienstmöglichkeiten – mit wenig Aufwand und Arbeit“. So oder ähnlich locken Kriminelle häufig ihre Opfer. Immer wieder fallen Menschen auf die Maschen unseriöser „Jobanbieter“ herein. Was sog. Finanzagenten häufig nicht ahnen. Statt des vermeintlich schnellen Geldes können u. U. Freiheitsstrafen oder Geldstrafe wegen Geldwäsche und zivilrechtliche Forderungen drohen.

Daneben erwartet sog. Finanzagenten ein Verfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) wegen des Betreibens unerlaubter Finanzdienstgeschäfte. Banken kündigen zudem regelmäßig das Konto eines Finanzagenten.

  • Lassen Sie sich von derartigen Angeboten nicht ködern. Prüfen und hinterfragen Sie kritisch entsprechende Annoncen und erkundigen Sie sich ggf. bei der Agentur für Arbeit oder den Verbraucherzentralen
  • Übermitteln Sie keinesfalls Konto- und Ausweisdaten

Polizeipräsidium Niederbayern 13.12.2023

© Bayerische Polizei

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