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„Vergessene Schicksale“ Stolperstein-Verlegung und Gedenkveranstaltung im Salzstadel

Am Donnerstag, 12. Oktober, um 18 Uhr findet im Salzstadel die Veranstaltung „Vergessene Schicksale“ statt, eine Aufarbeitung und Vorstellung von Biografien jüdischer Bürgerinnen und Bürger Landshuts. Die Veranstaltung der Stadt Landshut sowie des Hans-Carossa-Gymnasiums und des Gymnasiums Ergolding bildet den Abschluss von 16 Stolperstein-Verlegungen. Am Mittwoch, 11. Oktober, um 12.30 Uhr wird Oberbürgermeister Alexander Putz an der Stolperstein-Verlegung vor dem Gebäude Seligenthaler Straße 38 teilnehmen.

Seit 1992 arbeitet Gunter Demnig gegen das Vergessen ganz bestimmter Schicksale an. Mit seinen „Stolpersteinen“ erinnert er an vertriebene jüdische Mitbürger; verlegt werden sie an den jeweils letzten Wohn- oder Arbeitsorten. Es gibt kaum eine Stadt, und das nicht nur in Deutschland, in der der aufmerksame Fußgänger nicht auf solche „Stolpersteine“ trifft: In mehr als 1.200 Kommunen in 21 Ländern Europas ist das der Fall. Im Mai dieses Jahres verlegte Gunter Demnig den 100.000 Stolperstein. 26 davon gibt es in Landshut. Aktuell findet die fünfte Stolperstein-Verlegung statt, die an 16 jüdische Bürger erinnern wird.

Am 12. Oktober findet im Salzstadel eine gemeinsame Gedenkveranstaltung mit dem Titel „Vergessene Schicksale“ statt, die von Schülerinnen und Schülern des Hans-Carossa-Gymnasiums und des Gymnasiums Ergolding mit ihren Lehrerinnen Yvonne Löken und Heidi Fischer gestaltet wird. In P-Seminaren haben sie sich intensiv mit dem Thema der Vertreibung und Verfolgung jüdischer Mitbürger Landshuts im NS-Regime beschäftigt und erinnern in eigenen Beiträgen an ausgewählte Schicksale, um diese zumindest für den Abend aus einem weitgehenden Vergessen ins Bewusstsein zu holen. Für das Stadtarchiv, das die Stolpersteinverlegung mitinitiiert hat, wird an diesem Abend Dr. Mario Tamme sprechen, für den Verein Stolpersteine e.V. Franz Gervasoni. Die Bedeutung der Veranstaltung wird durch die Reden eines Nachfahren der Familie Ansbacher, Steve Anson (Schottland), und des Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, unterstrichen.

Foto:

Stadt Landshut (Verwendung mit Quellenangabe honorarfrei möglich)

Bildtext:

Neu verlegte Stolpersteine im Jahr 2015 für Angehörige der Familie Wittmann, Innere Münchener Straße.

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