Mittwoch, Juli 24, 2024
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Vom Dieselbus zur Elektroflotte

Freistaat stellt für Klimabusse und Ladeinfrastruktur 95 Millionen Euro zur Verfügung – Bescheidübergabe mit Ministerpräsident Söder und Verkehrsminister Bernreiter

  • Umstellung auf klimafreundliche Antriebe im ÖPNV ist Mammutaufgabe
  • 400 Klimabusse und Ladeinfrastruktur für 20 Betriebshöfe beantragt
  • Förderbescheide für Busservice Watzinger aus München und Omnibus Amann aus Pfaffenhofen an der Ilm

Der Freistaat Bayern will bis 2040 klimaneutral sein. Mit der Umstellung von Dieselbussen auf Elektroflotten können Bayerns Verkehrsunternehmen einen großen Teil zu diesem Ziel beitragen. Da die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe eine Mammutaufgabe ist, unterstützt der Freistaat die Unternehmen alleine 2023 mit bis zu 95 Millionen Euro. Heute haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsminister Christian Bernreiter Förderbescheide für Klimabusse und die entsprechende Ladeinfrastruktur in München übergeben.

Vom Dieselbus zur Elektroflotte

Vergangenes Jahr hat Bayern die Busförderung neu ausgerichtet. Seitdem bekommen Klimabusse eine höhere und vorrangigere Förderung. Für die Klimabusse sind dieses Jahr 38 Millionen Euro Förderung vorgesehen, für die Ladeinfrastruktur der Betriebshöfe rund 57 Millionen Euro.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bayern auf dem Weg zur Klimaneutralität: Heute haben wir Förderbescheide für neue Elektrobusse an zwei Unternehmen überreicht. Diese neuen Klimabusse vereinen Fahrgenuss und Ökologie. Bayern nimmt den Klimawandel ernst. Bis 2040 wollen wir als Bundesland klimaneutral sein und investieren dafür jährlich 1 Milliarde Euro. Aber Mobilität ist in einem großen Land wie Bayern wichtig – insbesondere im ländlichen Raum. Unser Ansatz sind technische Innovationen und Förderungen statt Verbote. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Klimaneutralität im ÖPNV. Bis 2028 wollen wir 2.000 Klimabusse fördern und die Ladeinfrastruktur verbessern.“

„Alleine in diesem Jahr können 400 Klimabusse und Ladestationen an mehr als 20 Omnibusbetriebshöfen in ganz Bayern gefördert werden“, verdeutlicht Bernreiter die Dimension der Umstellung des ÖPNV auf klimafreundliche Antriebe. „Vergangenes Jahr haben wir bereits 200 Klimabusse, darunter 120 Elektrobusse gefördert, wir kommen also sehr gut voran und das Interesse der Unternehmen ist groß.“ Unter den geförderten Fahrzeugen befinden sich viele Elektrobusse. Da die Umstellung auf klimafreundliche Antriebe vor allem bei längeren Strecken noch nicht alleine über Elektroantriebe gelöst werden kann, können übergangsweise auch emissionsarme Fahrzeuge, zum Beispiel mit Biogasantrieb gefördert werden.

Beim heutigen Termin im Verkehrsministerium erhielt das Unternehmen Busservice Watzinger GmbH & Co. KG eine Förderung über knapp 600.000 Euro für zwei Elektrobusse und für die Einrichtung der Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof.

Armin Amann, Geschäftsführer von Busservice Watzinger: „Die Förderung von zwei Elektrobussen in Verbindung mit der Bereitstellung einer Ladeinfrastruktur markiert einen bedeutenden Schritt hin zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Mobilität. Durch den Ausbau der Elektromobilität schaffen wir nicht nur saubere und leise Transportmöglichkeiten, sondern auch eine Infrastruktur, die das Potenzial hat, unsere Städte umweltfreundlicher und lebenswerter zu machen.“

Ein weiterer Förderbescheid über mehr als 190.000 Euro ging an das Unternehmen Omnibus Amann e.K. für einen Elektrobus und für die Einrichtung der entsprechenden Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof. Der Bus machte den klimafreundlichen und geräuscharmen Antrieb vor dem Ministerium erlebbar.

Markus Amann, Inhaber von Omnibus Amann, freut sich über die Förderung: „Dank der Landesförderung des Freistaats Bayern ist es nun auch uns Kleinunternehmen möglich auf die E Mobilität umzusatteln.“

Andreas Haller, Vorstandsvorsitzender und Gründer Quantron AG: „Wir freuen uns sehr mit unserem vollelektrischen QUANTRON CIZARIS 12 EV Stadtbus die Dekarbonisierung in München und im Freistaat Bayern aktiv zu unterstützen. Das Fahrzeug wird einen nachhaltigen Beitrag leisten mit einer CO2 freien Reichweite von rund 400 km für 85 Personen im städtischen und überregionalen Linienverkehr.“

Anträge für Klimabusse und Ladeinfrastruktur für 2024 können bei den zuständigen Bezirksregierungen bis zum 1. Dezember 2023 gestellt werden.

Bild 1 zeigt (von links) Verkehrsminister Christian Bernreiter, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Maximilian Artner und Armin Amann bei der Bescheidübergabe an Busservice Watzinger.

Bild 2 zeigt (von links) Verkehrsminister Christian Bernreiter, Nicole Amann, Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Markus Amann bei der Bescheidübergabe an Omnibus Amann (von links).

Bild 3 zeigt (von links) Verkehrsminister Christian Bernreiter und Ministerpräsident Dr. Markus Söder beim Anbringen des Fördersignets

Bild 4 zeigt Ministerpräsident Dr. Markus Söder (rechts) am Steuer des Elektrobusses des Unternehmens Qantron

(Quelle: StMB)

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